Eine wunderschöne Fahrt durch die Eider mit unserer "Anhinga"

Text und Fotos von Petra Schumacher

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Nachdem wir das Frühjahr im Hamburger Yachthafen Wedel verbracht haben,  

 

Wedel

 

fanden wir die Idee sehr verlockend, unsere Tour über die Nordsee und das Wattenmeer durch die wunderschöne Eider zu machen, um an die Ostsee zu gelangen.

 

Zunächst ging es mit passender Tide die Elbe herunter bis in den herrlichen Hafen von Otterdorf.

 

Otterndorf

 

Am nächsten Tag wollten wir bis Meldorf und legten daher zeitig ab. Elbabwärts fuhren wir unter Maschine, da der Wind direkt von vorne kam. Kreuzen wollten wir in diesem stark befahrenen Fahrwasser lieber nicht! So führte die Tour bis östlich des großen Vogelsandes durch das Lüchterloch nach Nordwesten bis zur Norderelbe.

 

Jetzt konnten wir endlich die Segel setzen, da unser Kurs nun nach Norden bis in den Süderpiep führte. Neben dem Fahrwasser sahen wir immer wieder Seehunde.

 

Seehunde

 

Der Wind blies mit einer Stärke von fünf Beaufort und kam nun achtern. Als dann noch die Tide kippte und das Wasser wieder auflief, erreichte unsere „Anhinga“ eine Geschwindigkeit von über acht Knoten über Grund, obwohl wir nur noch die Genua gesetzt hatten. Durch den Süderpiep ging es nun Richtung Osten, vorbei an Büsum, und danach durch das beprickte Fahrwasser nach Meldorf.

 

Nordsee

 

Hinter dem Sperrwerk fanden wir bei dem netten Meldorfer Seglerverein einen sehr schönen Liegeplatz, wo wir anschließend eine schöne Zeit verbracht haben.

 

Sperrwerk Meldorf            MSV Meldorf

 

 

 

Als wir in Meldorf ablegten und die Tour direkt zum Eidersperrwerk führte, war herrliches Wetter und nach kurzer Fahrzeit durch den Süderpiep, segelten wir mit einem Nordwestkurs durch den Norderpiep an zahlreichen Krabbenfischern vorbei.

 

Krabbenkutter

 

Nachdem wir das Eidersperrwerk in Sichtweite hatten, meldeten wir uns auf UKW-Kanal 14 bei „Eiderlock“ an und wurden in der immer dienstbereiten Schleuse zügig durchgeschleust.

 

Eidersperrwerk           

 

92 km Fahrt durch die Eider lagen nun vor uns, bis wir den Gieselau-Kanal, der unmittelbar in den Nord-Ostseekanal führt, erreichen werden. Auch warteten vier Brücken und fünf Schleusen auf uns.

 

Weil die sehr starke Strömung hinter dem Sperrwerk in dem quer zum Flussbett verlaufenden Fahrwasser enorm groß war, kamen wir nur sehr langsam voran, doch

 

Ausseneider

 

bald darauf nahm die Strömung ab und wir konnten dem Fahrwasser bis in den Hafen von Tönning folgen. In dem historischen Hafen mit vielen Kneipen und Restaurants fanden wir einen guten Platz für unsere „Anhinga“ direkt beim alten Lagerhaus.

 

Tönning  Tönning 


 

Tönning  Tönning

 

Am nächsten Tag setzen wir unsere Reise gemütlich fort und die Straßenbrücke von Tönning öffnete die Durchfahrt nach unserem Anruf. Die Eider ist hier deutlich schmaler als bisher und Schafe und Kühe weiden an den Deichen. Bald darauf erreichten wir die Eisenbahnbrücke von Friedrichstadt. Wir warteten eine viertel Stunde bis die Nord-Ostsee-Bahn über die Brücke fuhr. Danach öffnete uns die Drehbrücke.

 

Eisenbahnbrücke Friedrichstadt

 

An backbord sahen wir das hübsche Holländerstädtchen Friedrichstadt mit seinen Giebelhäusern und Grachten. Die Schleuse öffnet bei Bedarf und wir machten für einen ausgiebigen Stadtbummel beim MCW Friedrichstadt fest.

 

MCW Friedrichstadt

 

 

Giebelhäuser in Friedrichstadt  Grachten  Grachten

 

Ein paar Stunden später legten wir wieder ab und setzten die Tour durch die Eider fort, auch die Strasserbrücke von Friedrichstadt öffnete uns recht zügig.

 

Strasserbrücke von Friedrichstadt

 

Einige Kilometer weiter lag die Schleuse Nordfeld voraus. Auch hier mussten wir nicht lange warten.

 

Schleuse Nordfeld

 

Es wurde langsam Abend und wir waren fast allen auf dem Fluss und obwohl es hinter der Schleuse mehrere Anleger gibt, zogen wir es vor,  

bei diesem herrlichen Wetter zu ankern und den

 

Ankerplatz               Sonnenuntergang            Sonnenuntergang 

 

tollen Sonnenuntergang zu genießen!

 

Nachdem wir am nächsten Morgen unseren Ankerplatz verlassen haben, sahen wir bald das hübsche Süderstapel. Da unser Proviant fast aufgebraucht war und auch das Trinkwasser an Bord knapp wurde, beschlossen wir, hier festzumachen und einen kleinen Stadtspaziergang durch den Ort zu machen und dabei die Einkäufe zu erledigen. Herrliche Reetdachhäuser und die Wehrkirche St. Katharinen machen einen Ausflug nach Süderstapel lohnenswert.

 

Süderstapel  Süderstapel

 

Süderstapel  Süderstapel

 

Wehrkirche St. Katharinen      Wehrkirche St. Katharinen

 

Wir legten zwei Stunden später wieder ab und tuckerten gemütlich weiter, bis wir zehn Kilometer weiter einen gemütichen Anleger fanden.

  

  

Am nächsten Tag kam uns die Bargener Fähre entgegen, sie ermöglicht Fußgängern und Fahrradfahrern die Eider zu überqueren.

 

Bargener Fähre 

 

Im weiteren Verlauf unserer Tour trafen wir noch einige wenige Sportboote, die Eider wird heute fast nur noch von Freizeitschiffen befahren.

 

Segelboot 

 

Als wir die Straßenbrücke Pahlhude sahen, riefen wir dort an. Das Brückenhäuschen war zwar nicht besetzt, doch der Brückenwärter kam zügig angelaufen und machte auf.

 

Straßenbrücke Pahlhude

 

Vor und hinter der Brücke gibt es gute Liegeplätze.

 

Anleger Pahlhude  Anleger Pahlhude

 

Hinter Pahlhude wird die Eider noch idyllischer. Sie schlängelt sich durch die Landschaft, Boote kommen uns nicht mehr entgegen. Immer wieder sahen wir kleine Sportbootanleger, doch die Eider wirkte fast menschenleer. Wir genossen die Fahrt durch die fast unberührte Natur, das Wasser war spiegelglatt und vor uns lag die Eiderinsel von Tielenhemme.

 

Eiderinsel 

 

Die Eider     Kühe an der Eider  Wildgänse

 

                   

 

 

 

Nach zwanzig Kilometern erreichten wir die Schleuse Lexfähre, auch hier wurden die Tore gleich für uns geöffnet. Hinter der Schleuse ist die Eider wieder belebter, sehr schöne Liegeplätze befinden sich auf beiden Seiten des Flusses.

 

Schleuse Lexfähre  Schleuse Lexfähre

 

Lexfähre  Lexfähre

 

Bald darauf kamen wir an die Abzweigung zum Gieselau-Kanal und nun dauerte die Fahrt nur noch 10 Minuten, bis wir in die Gieselau–Schleuse einfahren konnten. Hinter der Schleuse kann man sein Boot an beiden Seiten des Kanals längsseits anlegen. Wir gönnten uns hier eine kurze Kaffeepause,

 

Gieselau–Schleuse  Gieselau-Kanal

 

bis wir an diesem Tag unseren Törn über den Nord-Ostsee-Kanal bis Rendsburg fortsetzten.

 

Michael

 

 

Wichtige Informationen zu den Betriebszeiten der Brücken und Schleusen in der Eider

 

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